Lerbacher Mühle

Oberlerbach 1
50° 59' 00" Nord 07° 09' 37" Ost
Wohnhaus mit ehemaliger Mühle aus Fachwerk, eingeschossig mit Satteldach, Doppelgiebel
1804
W. Daubenbüchel, Die turbulente Geschichte vom Hietz'chen in Bensberg, S.27;
A. Jux, Das bergische Botenamt Gladbach, 1992, S. 478;
Müller dosiert und gezielt das Wasser, ließ es durch einen Mühlenkanal (sog. "Mühlgerinne") in den Keller auf das Mühlrad (oberschlächtiges Mühlrad) stürzen, dieses drehte sich und aktivierte das Mahlwerk im Erdgeschoss.

Das gemahlene Korn wurde offensichtlich zu Brot verarbeitet, denn am bachnahen Haus stand der "Backes" (Haus mit Backofen).

Nach Johann/Josef Kohlgrüber übernahm Johann Theoder Kohlgrüber die Mühle. Er starb 1862 und Roland Tillmann Müller betrieb die Kornmühle. Die Mühle gehörte zum landwirtschaftlichen Betrieb, dem Lerbacher Hof (Denkmalliste Nr. 6), der heute noch direkt gegenüber der Straße liegt.

Spätestens 1880/90 wurde der Mahlbetrieb eingestellt. Seit dem wurden die Gebäude als Wohnhäuser genutzt und den jeweiligen Anforderungen der Bewohner angepasst. Eher aus Not wurden in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts sogar etliche Holzteile der Mühleneinrichtung als Heizmaterial im Ofen verbrannt. Dabei trennte man sich von allem, was nicht mehr nötig erschien.
Alle Fotos auf dieser Seite: Manfred Dasbach